Vogelspinne an Bord: Airline will nicht zahlen

InTouch Redaktion

Gerichtsstreit um eine Vogelspinne im Flugzeug!

Im vergangenen Februar kam es auf einem Flug von der kubanischen Hauptstadt Havanna über Paris nach Hannover für die Passagiere einer französischen Airline zu einer rund fünfstündigen Verspätung.

Diagnose: Bettwanzen-Bisse!
An Bord einer Maschine war auch eine Vogelspinne
Foto: iStock

Der ungewöhnliche Grund: Nachdem in der Businessclass des Fliegers eine Vogelspinne gefunden wurde, musste die Maschine gemäß den Vorschriften desinfiziert und mit dem Gift Zyankali besprüht werden; für die wartenden Passagiere wurde ein Ersatzflugzeug beschafft.

Weil die Airline den Fluggästen aufgrund der "außergewöhnlichen Umstände" für die Verspätung keine Entschädigung bezahlen will, wollen vier Passagiere im April vor dem Amtsgericht Hannover jeweils 600 Euro einklagen, wie ein Gerichtssprecher mitteilte.

Während die Fluggäste im von der Airline geschilderten Fall keinen Anspruch auf Entschädigung gemäß EU-Fluggastrechteverordnung hätten, vermuten die Kläger vielmehr einen technischen Defekt als wahre Ursache für den Fliegerwechsel.

Der Prozess ist für den 20. April angesetzt.

 
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