Vom Stiefvater gekidnappt: Nach 19 Jahren konnte sie fliehen

InTouch Redaktion
Frau konnte sich erst nach 19 Jahren von ihrem Entführer befreien
Foto: iStock

Rosalynn McGinnis war 19 Jahre lang gefangen. Ihr eigener Stiefvater hatte sie gekidnappt. Erst im Alter von 31 Jahren konnte sie schließlich fließen.

Rosalynn war erst 12 Jahre alt, als ihr Stiefvater sie entführte und an einen einsamen Ort in Mexiko brachte. In der amerikanischen Zeitschrift "People" sprach die heute 33-Jährige jetzt über den Tag, an dem sie den Fängen ihres Stiefvaters Henri Piette entfliehen konnte.

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Sie erzählt, dass sie von ihrem Peiniger vergewaltigt, geschlagen und gefoltert wurde. Insgesamt hat sie sogar neun Kinder von ihm bekommen.

 

Darum entschied Rosalynn McGinnis zu fliehen

Darum entschied sie sich zur Flucht: Rosalynn wurde operiert, ihr musste die Gallenblase entfernt werden. Nach der OP litt sie nach eigener Aussage unter unglaublichen Schmerzen, wurde von ihrem Stiefvater dennoch zum Arbeiten gezwungen und sogar geschlagen.

Das war für die mittlerweile erwachsene Frau der ausschlaggebende Punkt. Sie wusste: Wenn sie jetzt nicht flieht, muss sie ein Leben lang bei ihrem Peiniger bleiben.

 

Die Frau floh gemeinsam mit ihren Kindern

Der 31-Jährigen gelang die Flucht. Acht ihrer Kinder nahm sie mit - eines war bereits zuvor geflohen. Die Familie ließ sich in einem kleinen Dorf in Mexiko nieder, verdiente Geld mit dem Verkauf von Lebensmitteln.

Als sie genügend Geld zusammen hatte, fuhr Rosalynn mit ihrer Familie nach Oaxaca City in Mexiko und setzte sich dort mit der Organisation "National Center for Missing & Exploited Children" in Verbindung. DIe Organisation hat zum Ziel, entführten Menschen Hilfe zu bieten.

„Ich hatte immer noch Angst, aber es war wunderbar, nicht mehr zu lügen", sagt Rosalynn heute über das Treffen mit den Menschen, die sich um sie kümmerten. Sie bekam die Hilfe, die sie so bitter nötig hatte und arbeitet mittlerweile für die Organisation - in Amerika.