WM 2014: Per Mertesacker zickt ZDF-Reporter an

"Eier, wir brauchen Eier", antwortete Torwart-Legende Oliver Kahn auf eine nervige Journalisten-Frage nach einem verlorenen Spiel. Damit steht er in einer Tradition von Fußballern, die nach nicht so gelungenen Spielen einfach keinen Nerv auf Fragen im Stile von "Warum waren sie so schlecht?" haben.

Er hat im Achtelfinale nicht sonderlich geglänzt
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Nach dem 2:1 Sieg der deutschen National-Mannschaft im Achtelfinale gegen Algerien lieferte sich Per Mertesacker ein filmreifes Duell mit ZDF-Sportjournalist Boris Büchler.

Man sieht Mertesacker schon an, dass er sich vielleicht nicht so sehr über den Sieg freuen konnte, wie manch anderer Spieler.

Immer wieder musste sich Manuel Neuer als absoluter Torwart-Held beweisen, weil es in Mertesackers Abwehr nicht so recht funktionierte.

"Was hat das Spiel so schwerfällig und anfällig gemacht?", fragt Büchler und kriegt direkt die schlechte Laune von Mertesacker ab: "Das ist mir völlig wurscht! Wir sind jetzt unter den letzten Acht und das zählt."

Büchler lässt sich nicht einschüchtern oder abwimmeln und tritt Mertesacker weiter auf die Füße: "Dass man sich aber noch steigern muss, dürfte doch auch ihnen klar sein."

Nicht unbedingt die Art von Kommunikation, auf die ein müder erleichterter Fußballspieler gut reagiert: "Was wollen sie jetzt von mir? Was wollen sie?"

Die Situation schaukelt sich immer mehr hoch. Büchler sieht sich im Recht. Mertesacker hat verständlicherweise nicht unbedingt Lust sich nach einem gewonnenen Spiel anzuhören, dass es nicht gerade ihm zu verdanken ist.

Die Fans sind meist auf Mertesackers Seite und feiern ihn für seine Direktheit. Andere sind der Meinung, es gehöre zu seinem Job dazu, auch solche Fragen höflich zu beantworten.