Xavier Naidoo singt für Deutschland beim ESC

Die letzten deutschen Ergebnisse beim Eurovision Song Contest waren nicht gerade berauschend. Weder Ann Sophie (legendäre 0 Punkte!), noch das Frauen-Trio Elaiza konnten europaweit so richtig punkten.

Xavier Naidoo
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Also versucht die ARD wieder etwas neues und verpflichtet kurzerhand Xavier Naidoo, für Deutschland in Stockholm. Immerhin wird das Publikum bei der Entscheidung nicht ganz  außen vor gelassen. Aus sechs Songs des Mannheimer Balladen-Barden können die Zuschauer bei einer Pseudo-Vorentscheid-Show wählen.

Man wolle so die Auswahl der Lieder mehr in den Vordergrund stellen und "weniger die Sympathien für einzelne Kandidaten entscheiden lassen". Das sei natürlich nicht der einzige Grund, warum der Sender den Zuschauern nun Xavier Naidoo vorsetzt. "Wir wussten, was wir nicht mehr wollen: Bands oder Künstler, die den deutschen Vorentscheid im Wesentlichen als Promotionfläche genutzt haben. Wir wollten jemanden finden, der sehr gut singen kann, eine authentische Bühnenpräsenz hat und der mit seiner Ausstrahlung die Fernsehzuschauer in Europa verzaubern kann", erklärt ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber die Entscheidung weiter auf eurovision.de.

Xavier Naidoo freut sich natürlich über diese Ehre: "Ich hab richtig Lust auf den ESC! Dieser völkerverbindende Wettbewerb ist für mich etwas ganz Besonderes. Und klar, ich trete an, um das Ding nach Hause zu holen." Die Qualitäten als Sänger bringt er mit. Die Frage ist nur, ob sein häufig nicht so leicht zugänglicher Soulpop auch etwas für die breite europäische Masse ist.