Xavier Naidoo: So verteidigt er sich gegen den ESC-Shitstorm

Die Idee, einen Sänger vorzugeben und dann gezielter über den Song entscheiden zu lassen, ist vielleicht nicht die schlechteste, die die ARD zum Thema ESC hatte. Nur mit der Wahl des Sängers lösten sie eine gewaltige Kontroverse aus.

Xavier Naidoo
Foto: wenn

Ende 2014 sprach Xavier Naidoo von seinen etwas fragwürdigen Ansichten und das ausgerechnet inmitten eines Publikums voller Neonazis und NPD-Mitgliedern. 

Nach der Verkündung, dass er Deutschland beim ESC vertrete brach ein regelrechter Shitstorm los. Nun geht Xavier bereits in die Offensive und bezieht sich vor allem auf die Vorwürfe er sei homophob. 

"Seit meinen ersten Bühnenauftritten trete ich bekanntlich öffentlich für Werte wie Freiheit, Toleranz und Liebe ein", äußert er auf eurovision.de. "Keiner, der mich persönlich kennt, hat mir jemals auch nur annähernd das Gegenteil vorgeworfen. Ich bin froh, in einem 'bunten' Deutschland zu leben, mit einer Vielfalt an Lebensentwürfen und Religionen, über die ich mich freue. Mit meinem ganzen Wesen stehe ich für ein weltoffenes und gastfreundliches Deutschland und einen respektvollen sowie friedlichen Umgang miteinander."

Auch von den "Reichsbürgern" für die er im Oktober 2014 auftrat distanziere er sich: "Ich habe auch immer betont, dass ich die Auffassung der sogenannten Reichsbürger nicht teile, von denen ich mich auch öffentlich deutlich distanziert habe."

Ein gutes klares Statement, aber ob er damit den Ruf, den ihm gewisse Äußerungen beschert haben, gänzlich hinter sich lassen kann, ist zu bezweifeln.