Zachi Noy: "Meine Frau hasst diesen Beruf"

Eine einzige Rolle machte ihn zum Kultstar: In CLOSER verrät Zachi Noy, ob „Eis am Stiel“ eher Fluch oder Segen für ihn war...

Berühmt wurde er durch einen Kult-Film.

Zachi Noy
Zachi Noy Foto: Sat.1

Werden Sie auf der Straße häufiger mit „Herr Noy“ oder mit „Johnny“ angesprochen?

Das ist unterschiedlich. Für viele bin ich Zachi Noy, für viele andere der dicke Johnny aus „Eis am Stiel“. Aber: Alle erkennen mich. Das ist unglaublich. Meine Fans lieben mich, und ich liebe meine Fans.

Ist die Rolle des tollpatschigen, dicken Teenie-Losers denn eher Fluch oder Segen?

Ich bin froh, dass ich die Rolle damals gespielt habe. Sie ist ja mit mir zum Kult geworden. Wer kann das denn schon groß von sich behaupten? Aber meine Karriere begann nicht mit „Eis am Stiel“, sondern in Hollywood mit Melanie Griffith. Ihren Busen habe ich sogar vor Antonio Banderas gesehen (lacht). Ich habe auch mit Rock Hudson, Robert Mitchum oder Shelley Winters gespielt.

Was machen Sie aktuell?

Ich bin nach wie vor im Geschäft und bereit, gute Rollen zu übernehmen. Ich spiele seit vielen Jahren Theater und Musicals in Israel, drehe einige Serien und TV-Spots und mache lustige „Eis am Stiel“-Partys, auf denen ich dann auch auftrete.

Wo leben Sie derzeit?

In Herzlia, einer Stadt direkt am Meer neben Tel Aviv in meiner Heimat Israel. Hier lebe ich mit meiner Frau Miri, mit der ich dieses Jahr 35 Jahre verheiratet bin. Ich habe zwei Kinder und zwei Enkel. Familie ist mir das Wichtigste.

Wie sieht Ihre Familie Ihren Job als Schauspieler?

Meine Frau hasst diesen Beruf. Sie hat nie etwas damit anfangen können. Meine Tochter und meine Enkelkinder finden es aber unglaublich toll. Es freut sie, ihren Vater oder Opa auf der Bühne zu sehen.

Wo kann man Sie in Deutschland sehen?

Ich mache zurzeit die „Family Tour“ in Deutschland, trete auf, gebe Autogrammstunden und plane, eine neue Single auf den Markt zu bringen. Das finde ich affengeil.

Schauen Sie sich selbst manchmal noch Ihre alten „Eis am Stiel“-Filme an?

Die Filme werden ja auf der ganzen Welt wiederholt. Da schaue ich gern mal rein. Ich liebe meine deutsche Synchronstimme. Manchmal glaub ich selbst, dass ich es selbst bin (lacht). Bei mir im Haus habe ich sogar ein kleines „Eis am Stiel“-Museum. Mit allen Plakaten, Fotos und vielen Erinnerungen.

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