Jamie Oliver bestraft seine Kinder mit Chili

Er ist laut und unkonventionell und revolutionierte das Format der Kochsendungen. Durch Starkoch Jamie Oliver konnten Köche wie Tim Mälzer und Steffen Henssler erst zu Stars werden.

Würde er seine Kinder schlagen, wenn er nicht in der Öffentlichkeit stünde?
Würde er seine Kinder schlagen, wenn er nicht in der Öffentlichkeit stünde? Foto: Corbis

Doch der beliebte britische Koch-Chaot ruiniert sich sein Image gehörig mit einigen äußerst fragwürdigen Ausführungen zum Thema Kindererziehung.

"Poppy war ziemlich respektlos und frech zu mir und hat ihr Schicksal herausgefordert. Früher hätte ich ihr die Leviten gelesen, aber das ist nicht erlaubt. Also gab ich ihr Chili zur Strafe", sagt in der "BBC Good Food Show". Doch hier startet er erst.

Ein scharfes Essen als Strafe klingt zunächst nicht wirklich schlimm, wie ein Jungenstreich auf ein bockiges Kind angewendet.

"Fünf Minuten später, als sie dachte, ich hätte es vergessen, fragte sie mich nach einem Apfel. Ich schnitt ihn in Stücke und rieb ihn mit Scotch Bonnet ein", feixt er. Doch Scotch Bonnet Chilis sind mit 100.000 bis 350.000 Scoville Schärfegrad schon jenseits des guten Geschmacks.

Schlagersänger Stefan Mross zeigte im Sommer noch eindrucksvoll, was ein unbedachter Umgang mit extrem scharfem Essen anrichten kann.

Womit sich Jamie Oliver dann aber wirklich die letzten Sympathien der Zuschauer verspielt hat, sind seine antiquierten Ansichten zu Kindesmisshandlung:

"Ich bestrafe sie mit Chilis. Es ist nicht mehr üblich, seine Kinder zu schlagen. Es ist nicht modern und nicht erlaubt. Und wenn man, wie ich, ein Starkoch ist, liest sich das nicht besonders gut in der Zeitung. Also braucht man Alternativen."

Das lässt ganz tief blicken. Da können seine Kinder ja froh sein, dass er Starkoch ist und es sich deshalb aus Image-Gründen zum Glück "nicht leisten" kann, sie zu schlagen.