Tatort: Vor dem Aus? Mit diesen Problemen hat die Krimireihe zu kämpfen!

Der Tatort scheint in einer schwierigen Lage zu sein. Schauspieler gehen und Kosten steigen.

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Die Ausstrahlung des "Tatorts" startete im Jahr 1970. Foto: IMAGO / Rüdiger Wölk
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Es werden gerade viele Stellen frei bei Deutschlands erfolgreichster Krimi-Reihe: Erst verkündete Axel Milberg (67) sein "Tatort"-Aus als Kommissar Klaus Borowski – pünktlich zu seinem 20-jährigen Dienstjubiläum. Dann gaben Udo Wachtveitl (65) und Miroslav Nemec (69) nach 100 gelösten Fällen ihren Abschied für 2025 bekannt. Ebenfalls bald nicht mehr im Dienst: Margarita Broich (63) und Wolfram Koch (61) beim Frankfurt-"Tatort".

So teuer ist die "Tatort"-Produktion

Die Abgänge haben das Zeug, das Krimi-Flaggschiff in Schieflage zu bringen. Und die Kündigungswelle der Kommissare ist nicht das einzige Problem: Auch der Kostendruck ist in Zeiten der Rechtfertigung der geplanten Erhöhung der Rundfunkgebühren immens. Kostete die Produktion einer "Tatort"- Folge vor fünf Jahren noch etwa 1,4 Millionen Euro, stieg der Betrag laut ARD zuletzt auf 1,935 Millionen Euro. Neben Energiekosten und höheren Löhnen waren dafür auch die Rekord-Gagen mancher Ermittler verantwortlich. So kassieren Top-Ermittler wie Jan Josef Liefers (59) und Axel Prahl (63) jeweils geschätzte 100.000 Euro pro Fall. Gerade hat das Duo aus Münster für sechs weitere „Tatort“-Folgen unterschrieben.

Um die Personalkosten zu senken, sollen daher als Ersatz für die teuren Alten künftig jüngere und preiswertere Ermittler ins Rennen gehen. So rückt etwa für Axel Milberg ab 2026 dessen Kollegin Almila Bagriacik (33) an die Spitze des Kieler "Tatort"-Teams. Ob die kostendrückende Verjüngungskur bei den meist älteren ARD-Zuschauern gut ankommt?

Die Quoten sprechen Bände

Zu Recht stehen die gebührenfinanzierten Sender seit Jahren in der Kritik, bei ihrer Programmplanung die Zuschauer jenseits der werberelevanten Zielgruppe von der ersten in die letzte Reihe umzusetzen. Zudem muss sich der "Tatort" zunehmend gegen kriminell gut gemachte Konkurrenz behaupten, etwa Reihen wie "Nord Nord Mord" (ZDF) oder "Dünentod" (RTL). Doch auch für den "Tatort" gilt: Die Quote entscheidet – und hier stirbt sie zuletzt.

Zwar sind die Zuschauerzahlen auch zurückgegangen – der Verlust von im Schnitt 8,88 auf 8,53 Millionen fällt aber glimpflich aus. Da die Zahl der TV-Zuschauer generell sank, feiert der "Tatort" bei den Marktanteilen mit durchschnittlich 28,4 Prozent einen neuen Rekord.

Selbst wenn der Ermittler-Nachwuchs sich erst einarbeiten muss, wird sich unsere dienstälteste Krimi-Reihe sicher auch davon erholen. Sogar Jan Josef Liefers und Axel Prahl haben 2002 mit 8,8 Millionen Zuschauern klein angefangen. Heute schalten bei ihnen regelmäßig mehr als 13 Millionen Krimi-Fans ein.

Hast du dich schonmal gefragt, zu wem die Augen im "Tatort"-Vorspann gehören. Im Video erfährst du es!

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