Auf einmal waren sie da. Scheinbar über Nacht wurde der TV Olymp von "Popstars" und "Deutschland sucht den Superstar" gestürmt. Die Castingshows gaben Anfang der 2000er den Ton an. Die großen Castings waren völlig überfüllt. Jeder wollte vor Dieter Bohlen und Co. singen und zum Star werden.
Schnell war klar, dass die Kandidaten, die nicht singen konnten, eigentlich viel unterhaltsamer waren und die Gewinner der Shows immer schneller zu Eintagsfliegen wurden. Nicht umsonst kennen heute wohl mehr Menschen den Namen Menderez, als die Band Room 2012.
Die "No Angels", die die damals erste deutsche Gesangscastinshow gewannen,
konnten sich tatsächlich lange im Geschäft halten. Und auch Alexander Klaws, der erste DSDS-Gewinner verschwand nicht gleich wieder von der Bildfläche. Doch ihre Nachfolger wurden zunehmend schneller verheizt.


Zweiter Anlauf und bleibender Erfolg


Selbst wenn die Gewinner der Shows immer schneller aus dem Musikgeschäft verschwinden, sind die Quoten der Castingshows noch immer recht stark. Trotz stetig sinkender Zuschauerzahlen, liegt DSDS mit den Einschaltquoten noch immer weit vorne. Das Prosiebenformat
"The Voice of Germany" pushte das gesamte Genre noch einmal ein wenig und zeigte, dass es auch ohne Freakshow-Faktor geht und dass auch tolle Sänger die Zuschauer halten können.


Traurige Nachzügler


Sowohl RTL, als auch ProSiebenSat.1 wollten diesen neuen Hype nutzen und schickten "Risinge Star" und "Keep Your Light Shining" ins Rennen. Beide Show floppten kolossal. Die große Zeit der Castingshows dürfte so langsam vorbei sein, doch so lange DSDS und TVOG noch ihre Quoten halten, werden diese Castingriesen wohl auch weiter das TV-Programm bevölkern.

 

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