Maike Kohl-Richter: Neuer Familienkrieg - sie kann es nicht lassen

Bald jährt sich der Tod von Helmut Kohl zum zweiten Mal. Doch Ruhe ist noch lange nicht eingekehrt – und ein Grabstein nicht in Sicht.

Maike Kohl-Richter: Der Zoff geht in eine neue Runde!
Maike Kohl-Richter: Der Zoff geht in eine neue Runde! Foto: Getty Images

Sohn Walter Kohl (55) bezeichnete jetzt den Zustand der Ruhestätte in Speyer als „würdelos“ und das Verhalten der Witwe als „verantwortungslos“: „Leider sind mir juristisch die Hände gebunden, sodass ich mich nicht darum kümmern darf“, so der Hinterbliebene zu "Ludwigshafen24.de". Er verstehe nicht, wie Stadt und Bistum den Zaun, die Videoüberwachung zulassen: „Ich bin mir sicher, mein Vater wäre entsetzt, wenn er den Zustand seines Grabes sehen könnte.“

Aber Maike Kohl-Richter lassen die Vorwürfe offenbar kalt. Sie geht stur ihren Weg: Als Witwe entscheide sie über das Grab ihres Mannes, erfahren wir aus ihrem Umfeld. Jahrelang hätte sie ihren Mann gepflegt. Da hätte sich niemand gemeldet oder Gedanken gemacht. Nun kämen immer wieder Personen zu Wort, die gar keinen Zugang mehr zu ihm gehabt hätten, sich über seinen Namen Gehör verschaffen wollten.

Wie geht es mit Helmut Kohls Grab weiter?

Das kann der Kohl-Witwe nicht gefallen und so gibt sie dem Druck selbst auch nicht nach: Sie trauere noch, heißt es, sie wolle sich nicht hetzen lassen. Alle Entscheidungen wäge sie danach ab, wie Helmut Kohl entschieden hätte. So auch die Grabgestaltung. Sie stehe mit Künstlern im Gespräch, sei weiter als gedacht.

Beschwichtigende Worte im Streit findet sie nicht! Vielmehr sonnt sie sich in ihrer Rolle der trauernden Alleinentscheiderin und facht den Familienkrieg damit weiter an!

Es sei einfach, sie immer als die böse Witwe darzustellen. Als die, die immer dagegen sei und alles torpediere. Daran habe sie sich gewöhnt, so der Bekannte. Mehr noch: Maike möchte ihr Leben in Ruhe leben, Dinge aufarbeiten. Für sich – und für die Öffentlichkeit. So soll sie planen, das Erbe ihres Mannes in einer Stiftung zugänglich zu machen. Nur sie selbst scheint weiter unnahbar – und unversöhnlich.