TV-Koch Christian Rach: Jetzt geht alles den Bach runter!

Christian Rach war eine echte Institution: Als Restauranttester sorgte der Sterne-Koch verlässlich für Quote. Doch jetzt kommt heraus: Rachs Rat rettete kaum einen Wirt vorm Ruin …

Christian Rach
Foto: IMAGO / Jan Huebner

Christian Rach probierte alles besser zu machen

Besonders gut dürfte den Fans die berühmt-berüchtigte Hollo-Bollo im Gedächtnis geblieben sein, eine in Sauce hollandaise ertränkte Bolognese-Pasta, mit der Wirt Thomas Windmöller wenig erfolgreich versuchte, seine Gäste zu mästen. Restauranttester Rach verpasste dem Restaurant "Hexenhäuschen" eine neue Speisekarte, definitiv ohne Hollo-Bollo, und sorgte auch sonst für Veränderungen, die damals ziemlich einleuchtend klangen. Wie auch die vielen anderen Rettungsversuche, mit denen der Star-Koch regelmäßig Millionen Zuschauer vor den Bildschirm lockte. Das Prinzip war immer dasselbe: Rach kommt, findet eine verschmutzte Küche, einen angestaubten Gastraum und eine fragwürdige Speisekarte vor und krempelt die Ärmel hoch, um dem glücklosen Betreiber fachkundig unter die Arme zu greifen. Nach zwei Wochen reist der Profi wieder ab, hinterlässt ein abgespecktes Speisenangebot, eine geputzte Küche und ein aufgehübschtes Lokal. Auch die Geschäftsbücher bringt der studierte Mathematiker bei Bedarf auf Vordermann. Mit einem "Kontrollbesuch" ein paar Monate später endet dann die Episode meist mit einer optimistischen Zukunfts-Prognose …

Alles ging den Bach runter

Doch wie nun herauskam, verfielen fast alle getesteten und geretteten Lokale flugs wieder in alte Muster und mussten über kurz oder lang schließen – wie auch das Hollo-Bollo-Hexenhäuschen. Nach Recherchen von "t-online.de" werden nicht mal zehn Prozent der insgesamt 59 Restaurants, die Christian Rach in seiner Zeit als Restauranttester beehrte, noch vom ursprünglichen Inhaber betrieben! "Mich wundert das nicht, denn man kann innerhalb von zwei Wochen aus einem Hobby-Koch keinen Gastronomen machen", erklärt der Hamburger Gastro-Experte Tobias Lohmann gegenüber "Closer". "Jemandem, der es gewohnt ist, Pommes in der Fritteuse zu erwärmen, kann man nicht innerhalb kürzester Zeit das Kochen mit frischen Zutaten beibringen. Als ehemaliger Michelin-Sternekoch müsste Rach das eigentlich gewusst haben." Für die Quote war die vergebliche Liebesmüh des Restaurantretters zweifellos ein Leckerbissen – der aber nun doch einen bitteren Nachgeschmack hinterlässt …

Auch bei Daniela Katzenberger und Lucas Cordalis läuft damit gar nicht gut:

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