Angelika Kallwass: Heute bekommt sie nur 380 Euro Rente

Ehekrisen, Scheidungsdramen und Sex-Skandale, TV-Psychologin Angelika Kallwass hat sie alle miterlebt. Statt in den privaten vier Wänden wurden die Streitigkeiten früher vor einem Millionenpublikum bei „Zwei bei Kallwass“ ausgetragen. Heute muss sich Angelika Kallwass vor allem um ihre eigene Rente sorgen. 

Angelika Kallwass heute
Als TV-Psychologin vermittelte sie früher bei "Zwei bei Kallwass" zwischen Streithähnen, heute hat Angelika Kallwass selbst mit Geldsorgen zu kämpfen. Foto: Imago

Wenn zwei sich streiten…? Gingen sie in den 2000er-Jahren ins Fernsehen zu Angelika Kallwass. Die erfahrene Psychologin vermittelte Woche um Woche bei „Zwei bei Kallwass“ mit Engelsgeduld in bitterbösen Ehekrisen und tragischen Familienkriegen. Tatsächlich waren die Streithähne und ihre Probleme zum Showstart der Pseudo-Reality-Show 2001 noch echt, erst später traten an ihre Stelle Laiendarsteller. Schlechte Quoten bereiteten der Sat.1-Sendung nach fast zwölf Jahren ein plötzliches Ende. Doch was macht eigentlich Angelika Kallwass heute?

Was macht Angelika Kallwass heute?

Der Abschied aus dem Fernsehen brach Angelika Kallwass 2013 das Herz: "Mir war klar, dass ich nicht nur die Menschen in der Redaktion vermissen würde, sondern auch die Räume. Ich weiß noch sehr gut, wie ich zum Schluss ins Studio gegangen bin und fürchterlich geweint habe." Nach dem Fernseh-Aus wurde es schnell still um die gebürtige Kölnerin. Fernab der Kameras verarbeitete Angelika Kallwass den Tod ihres Vaters und ihre Schuldgefühle mit ihrem Buch „Was am Ende zählt: Mein Umgang mit dem Tod. Für ein erfülltes Leben“. Ihre soziale Seele hat Angelika Kallwass sich bis heute beibehalten. Seit 2016 setzt sie sich als Botschafterin für den Verein intaktiv e.V. gegen rituelle Beschneidung ein.

Angelika Kallwass: Nach dem Tod von Ehemann Wolfgang Kallwass blieb kaum Rente übrig

Privat lebte Angelika Kallwass bis zum Schluss mit dem Juristen und Psychologen Wolfgang Kallwass in einer Ehe, die beiden bekamen zwei Töchter. Als ihr Ehemann 2018 im Alter von 89 Jahren starb, stellte sich bei dem einstigen TV-Star schnell die Erkenntnis ein, dass sie als Selbstständige nie in die Rentenkasse eingezahlt hatte. „Hätte ich es mal besser getan!“, erklärte Angelika Kallwass später in einer Web-Talkshow. Denn mit 380 Euro monatlich, die ihr nun an Rente aus ihren Jahren als Angestellte zustehen, könne man keine großen Sprünge machen. So arbeitet die frühere TV-Streitschlichterin auch mit über 70 Jahren weiter in ihrer Praxis und ist seit einiger Zeit auch als psychologische Beraterin für den Moderator Michael Steinbrecher in der freitäglichen SWR-Talkshow „Nachtcafé“ zu sehen. Ob es wieder eine derart streitlustige Sendung wie „Zwei bei Kallwass“ geben wird, bleibt aber abzuwarten. Das Geld hätte Angelika Kallwass heute scheinbar dringend nötig...

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