Captain Jack: Was wurde aus der Eurodance-Legende?

Mit Uniform und roter Kappe revolutionierte Captain Jack die Eurodance-Szene der 90er Jahre. 40 Millionen verkaufte Tonträger später ist das neubesetzte Erfolgsduo noch immer im Geschäft. Mit Bruce Lacy hat die Band einen würdigen Nachfolger für den verstorbenen Original-Captain Franky Gee gefunden. Doch die Fußstapfen sind groß…

Franky Gee als Captain Jack im Jahr 1997
Das Original: Franky Gee alias Captain Jack auf dem Hockenheimring 1997
Foto: DPA
  1. Captain Jack: Dance-Sensation der 90er
  2. Tragischer Tod von Franky Gee
  3. Captain Jack heute: Neue Besetzung, neues Glück

„Hey yo Captain Jack“ – Mit roter Schiebermütze und schneeweißer Uniform eroberte der fantastische Captain Jack in den 90er Jahren die europäischen Eurodance-Charts. Ob „Drill Instructor“ (1996), „Soldier, Soldier“ (1996) oder auch sein Debütsong „Captain Jack“ (1995), seine größten Hits wurden zu Ohrwürmern einer ganzen Generation. 40 Millionen verkaufte Tonträger und zahllose Goldene und Platin-Schallplatten sprechen Bände. Zum Leid seiner treusten Anhänger verstarb der Frontmann Franky Gee am 22. Oktober 2005 auf seiner Heimatinsel Mallorca an den Folgen einer Hirnblutung. Grund genug endlich einen Blick auf die Karriere und das Leben des Kubaners hinter der Bühnenfigur Captain Jack zu werfen.

 

Captain Jack: Dance-Sensation der 90er

1962 auf Kuba geboren, wuchs der junge Francisco Alejandro Gutiérrez (Künstlername: Franky Gee) nach der Emigration in die USA im hippen Miami auf. Das Multitalent studierte zunächst Flugzeugbau, diente anschließend bei der Armee und arbeitete nach seiner Entlassung als Versicherungsagent. An der Frankfurter Börse bewährte sich der Erfolgsgarant sogar als Börsenhändler. Doch seine Begeisterung für Musik führte den Kubaner 1995 zu dem erfolgreichen Wiesbadener Produzenten Udo Niebergall. Gemeinsam mit der Sängerin Liza da Costa stand Franky Gee fortan als Captain Jack auf der Bühne. Die Dance-Sensation der 90er Jahre war geboren!

Mit jeder Menge tanzbaren Rhythmen und Armee-Drill stürmen die beiden Musiker noch im gleichen Jahr die Eurodance-Charts mit der Hymne „Captain Jack“ (1995). 23 Wochen in den deutschen Charts werden mit Platin belohnt. Doch nicht nur in Deutschland, sondern auch in zahlreichen anderen europäischen Staaten wie Schweden, Österreich oder Polen und sogar in Japan schlägt das Projekt ein. Fünf Goldene und zwei Platin-Schallplatten räumt Captain Jack ab, bevor sich 2002 ein tragischer Vorfall ereignet.

 

Tragischer Tod von Franky Gee

Mit nur 40 Jahren erleidet Franky Gee 2002 einen folgenschweren Schlaganfall. Drei Tage liegt der Künstler im Koma, seine linke Körperhälfte ist gelähmt! Doch dann passiert ein Wunder: Nach einem wochenlangen Krankenhausaufenthalt ist der Frontmann wieder vollständig genesen und feiert 2003 sein glorreiches Comeback. Nach dem Rückschlag versucht der Musiker sein Leben ruhiger anzugehen, denn er kennt die Ursache seiner Erkrankung. Noch 2002 äußerte Franky gegenüber dem Mallorca Magazin: „Der Stress als Stock-Broker. Captain Jack. Noch zwei Produktionen. Die Club-Abende. Die Kinder – Ich hatte fünf Jobs. Jetzt habe ich alles geändert.“

Haddaway bei einem Aufritt 1993
 

Haddaway: Was macht der „What is Love“-Superstar heute?

Doch der Lebenswandel kommt zu spät! Das zehnjährige Bühnenjubiläum darf der Frontmann von Captain Jack noch miterleben, doch 2005 stirbt der Künstler auf seiner Heimatinsel Mallorca an einer Hirnblutung. Neben einer gewaltigen Musikkarriere hinterlässt der „Captain Jack“-Star fünf Kinder. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Daniela lebte Franky Gee seit 1999 im beschaulichen El Toro auf der Baleareninsel Mallorca.

 

Captain Jack heute: Neue Besetzung, neues Glück

Trotz des tragischen Todes von Franky Gee, entschieden sich die Wiesbadener Produzenten 2006 für eine Fortführung des erfolgreichen Eurodance-Projektes. Inzwischen ersetzen mit Frontmann Bruce Lacy (seit 2008) und der mittlerweile sechsten Sängerin Michelle Stanley (seit 2012) zwei hochkarätige Talente ihre zahlreichen Vorgänger. Bruce, dessen Vater bereits in den 70ern als Jazzmusiker durch die Staaten tourte, tritt heute in große Fußstapfen. Mit seiner Frau und den zwei gemeinsamen Söhnen, die 2002 und 1999 zur Welt kamen, hat der Musiker in der schönen Pfalz sein Zuhause gefunden. Heute lebt die Familie Lacy in Frankeneck in der Nähe der Weinstraße. 

Bruce Lacy mit seinem Sohn privat
2017: Auch der Sohn von Bruce Lacy alias Captain Jack möchte in die musikalischen Fußstapfen seines Vaters treten Foto: Facebook

Doch nicht nur personell, sondern auch soundtechnisch hat sich die Band verändert. Statt Dancefloor-Hits, können sich die Fans zukünftig über Black-, Reggaeton- und Rap-Beats freuen. Gemeinsam touren Bruce Lacy und Michelle Stanley nun seit mehr als zehn Jahren durch Europa und Asien. Jährlich beglücken die beiden „Captain Jack“-Stars ihre Fans heute mit mehr als 60 Shows rund um den Globus.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Another flight with my crew captain Jim much love. Captain jack

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